iPhone

Das biegsam-flexible Klavier

Was mir an der CeBIT immer wieder gefällt sind Stände asiatischer Firmen, bei denen die verschiedenen Kulturen (und Sprachen) so prächtig aufeinanderprallen.

Rührend das Beispiel von China Victory International Enterprise Ltd.. Die Firma präsentiert an der CeBIT ihre kunterbunten biegsamen Tastaturen und Klaviere. Und damit die Messebesucher auch schön stehen bleiben, muss eine Pioanospielerinden ganzen tag in die Tasten greifen. Ihr Durchhaltewillen hat mich angesichts des eher undankbaren Messepublikums fasziniert.

Das Piano auf dem Kopf, na ja …

Noch kein Zeug zum Star

«Starticket lanciert iPhone-App - als erstes Schweizer Ticketingunternehmen» heisst es heute in einer Medienmittielung. Cool! Ich stelle mir vor, wie ich in der Stadt bin, spontan Lust auf ein Konzert oder einen Kabarett-Abend habe, das iPhone zücke, das Ticket kaufe, in einer Bar einen Apéro zu mir nehme und kurz vor Beginn des Anlasses an der Kasse vorbeispaziere, dem Platzanweiser mein Handy zeige - und dann den Abend geniesse.

Das wäre die Idee, der Idealfall.

Die Realität sieht so aus:

Ovi-Schmerz

Wieso das iPhone so erfolgreich ist? Hier die Erklärung.

Grosse Worte von Nokia am 21. Februar 2010: Ab sofort sind alle Karten im Ovi-Shop gratis. Fussgängernavigation in 74 Ländern in 46 Sprachen. Toll! Gut, Nokia hat diesen grosszügigen Schritt nicht freiwillig gemacht. Es ist eine reine Verzweiflungstat, nach dem Google vor Wochen seine kostenlose Navigationskarten für Android-Handys angekündigt hat. Egal, ich habe es ausprobiert und versucht, das Kartenmaterial zu installieren, auf dem 5800.

Schweizer Taschenmesser im Handy

Was ist das Schweizer Sackmesser im Bereich der Kartographie? Die 25.000er Landeskarten. Mehr Detail geht fast nicht und wer schon einmal irgendwo om Ausland eine Wanderkarte gekauft hat, weiss danach die 25'000er umso mehr zu schätzen. Jetzt gibt es den Klassiker für aufs Handy. Unterstützt werden das iPhone, Symbian S60-Handys, Windows mobile und Sony Ericsson. Wobei das ganze nur Sinn macht auf einem Handy mit eingebautem GPS-Empfänger. Viele Geräte kommen also nicht in Frage, aber es werden immer mehr.

Geocaching: Der Eule auf der Spur

Rund 10'000 Schweizerinnen und Schweizer haben scheinbar nichts besseres zu tun, als mit einem GPS-Gerät im Land herumzurennen und einen Schatz zu suchen. Geocaching. Für nicht Eingeweihte ist es schwer nachzuvollziehen, wo der Reiz liegt. Ich wollte es wissen und habe mich aufgemacht, den 1. Aarecache zu finden. Mit dem iPhone und der zuvor installierten App von Geocaching.com. Erfolglos.

Weltweiter als bisher

Heute gleich nach dem Starten des Computers eine kleine Email-Überflutung: Vier Medienmitteiliungen von Apple - gespickt mit revolutionären, unglaublicheren als bisher und weltweit besten Adjektiven.

SAN FRANCISCO, Kalifornien - 8. Juni 2009 – Apple hat heute das iPhone 3G S vorgestellt, das bisher schnellste und leistungsfähigste

Und jetzt? Haben wir erwartet, dass Apple das bisher langsamste und schwächste iPhone herausbringen wird?

iPhone ausgestattet mit unglaublichen neuen Funktionen

Ich glaub es einfach nicht!

(…) einer qualitativ hochwertigen 3 Megapixel Kamera mit Autofokus

Update 3.0 für Oma

Ein Software-Update ist in der Branche etwas alltägliches. Microsoft liefert regelmässig eine Aktualisierung für Windows aus. Meist heimlich, weil oft peinlich, schliesslich stopft der Konzern damit immer wieder heikle Sicherheitslücken. Auch Handyhersteller werkeln an ihrer Software herum und bieten die neuen Versionen den Besitzern ihrer Geräte zur Installation auf ihren Websites an. Nokia beispielsweise hat verschiedenen Modellen kürzlich zusätzliche Funktionen spendiert wie Geotagging für Fotos.

Streicheln und drücken

Apple iPhone und Nokia 5800: Beide Handys sind wild auf Liebe, sind aber in ihren Präferenzen total unterschiedlich.
Das iPhone bevorzugt Streicheleinheiten, das Nokia will mehr gedrückt werden. Touchscreen ist eben nicht gleich Touchscreen. Die Bedienung des Nokias hat mich zu Beginn ziemlich irritiert, weil die Anzeige deutlich weniger berührungsempfindlich ist als die des iPhones. Aktionen werden erst ausgelöst, wenn man auf die Symbole «drückt». Beim iPhone reicht ein sanftes Drüberfahren mit dem Finger. Andererseits finden sich gestandene Nokianer bei Nokias erstem Touchschreen-Handy sofort zurecht, weil es eben ein klassisches Nokia-Gerät ist von der Menüstruktur her. Der Touchscreen ersetzt nun einfach die Knöpfe und die Bedienung ist dadurch einfacher geworden. Ein Nokia ist aber auch noch ein Nokia ohne Touchscreen, wohingegen ein iPhone ohne Touchscreen nicht vorstellbar ist. Das iPhone ist Touchscreen!

Die Frage, welches Gerät nun besser ist, lässt sich also schon nur wegen dieser beiden total unterschiedlichen Konzepte fast nicht beantworten. Ich mach's trotzdem.

Das Design