Derweil das lächerliche Hick-Hack um Google StreetView weiter geht, hat der Bund Telefon-Spam durch die Bundesverwaltung legitimiert und wer sich dagegen wehrt durch Auflegen des Telefonhörers wird ab sofort gebüsst. Das nenne ich einen wirklichen Eingriff in die Privatsphäre!
Google StreetView
StreetView säubern - retour
DRS 3-Moderator Peter Walt hat eine interessante Frage gestellt: «Kann man bei Google auch beantragen, dass das verschwommene Hinterteil meines Autos endlich wieder kenntlich gemacht wird, damit alle, die das wünschen, meine Nummer lesen können?»
Weitere Beiträge zu Google StreetView
Will das Schweizer Militär Google StreetView verschlüsseln?
Vor zwei Wochen ist Google StreetView in der Schweiz an den Start gegangen. Kurz darauf begann der «uiuih!-da-hat's-aber-ein-paar-Leute-drauf-und-auch-Auto-Kennzeichen»-Hype. Worauf Datenschützer Hanspeter Thür sich gezwungen sah, einen Rückzieher zu machen und den Monate langen Diskussions-und Einigungsprozess mit Google bezüglich des Personlichkeitsschutzes wieder in Frage zu stellen. Zu gross war wohl der Mediendruck.
Jetzt, da der Hype - endlich - ein wenig abgeklungen ist, hat das VBS StreetView entdeckt. Oder wohl besser gesagt ein Beamter des VBS, dem das tägliche Freundestreffen in Facebook zu langweilig wurde und der sich deshalb ein neues Betätigungsfeld gesucht hat. Google Street View stelle für das Departement eine Herausforderung dar, sagt ein VBS-Sprecher in der NZZ. Wieso das? Es ist doch wirklich ganz einfach, jeden Bunker in StreetView zu finden und dann zu melden. Google wird das Bild danach ganz schnell löschen, wie ich bewiesen habe. Scheinbar reicht das aber nicht, weshalb Google StreetView nach Angaben der NZZ nun sogar verschlüsselt an statt einfach nur Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich zu machen oder eben ganz zu entfernen. Steckt das Militär dahinter? Und wenn ja: Wird das Militär einen Schlüssel besitzen, um die von Google «verschlüsselten» Bunker-Aufnahmen wieder de-chiffrieren zu können?
StreetView säubern
Seit Dienstag gibt es Google StreetView in der Schweiz. Seither suchen viele, die Geld kriegen fürs kritisch sein nach Aufnahmen, die die Privatsphäre verletzen. Sie werden schnell fündig. Die Bernerzeitung zum Beispiel - in Bern.

